Tern Eclipse S11i

Der Allrounder

Das Fahrrad, was für mich den gewissen Wow!-Effekt hatte und den bis heute auch nicht verloren hat. Was hat mir an dem Rad so gut gefallen?

Zum einen die zeitlose Eleganz des Rahmens. Dazu kommt die geniale Lackierung in schwarz/silber. Nicht zuletzt die technische Ausstattung, die durchaus auf hohem Niveau ist.

Die 24 Zoll Laufräder sorgen für einen erstaunlich stabilen Lauf. Man merkt kaum, dass es sich bei diesem Rad um ein Faltrad handelt. Es ist nicht nur spurstabil sondern bietet auch erheblich mehr Komfort bei Unebenheiten.

Dieser Komfort erkauft man sich jedoch mit deutlich weniger Platz im Kofferraum. Das doch recht große Faltmaß ist m.E. der einzige wirkliche Nachteil (so man das so nennen mag) dieses Rads.

Das Rad wird vorrangig im Alltag eingesetzt, konnte seine Stärken aber auch schon auf der Unstrut-Tour auspielen.


Die technischen Daten

Radgröße 24 Zoll
Schaltung Shimano Alfine 11 - 11 Gänge in der Nabe bei 406% Übersetzungsbereich
Bremsen Hydraulische Scheibenbremsen von Avid
Beleuchtung Tern Valo mit 10 Lux
Gewicht ca. 16 kg

Ein paar Modifikationen

Einige Anbauteile entsprechen nicht dem, was ich mir von einem hochwertigen Fahrrad erhoffe - diese werden kurzerhand ausgetauscht. Da es sich um Standardkomponenten handelt, stellt das kein Problem dar. Nachdem ich das Rad erhalten habe, habe ich zunächst den Ständer, die Pedale und die Lichtanlage ausgetauscht.

Die Lichtanlage ist mit 10 Lux nur geringfügig mehr als eine Positionsleuchte. Vorn strahlt nun der Eyc T von Busch und Müller. Wahnsinn, was aus diesem kleinen Ding an Licht raus kommt. Das Heck wird von einer TOPLIGHT Line brake plus illuminiert, ein Rücklicht mit Bremslichtfunktion des gleichen Herstellers. Nähere Informationen sind hier zu finden: Licht und Sicht.

Wenig später habe ich mich an Sattel und Griffe gemacht. Wieso hat man von Werk aus an einem schwarz/silber-lackierten Rad einen braunen Sattel und braune Griffe montiert? Ok, die Griffe waren Biokork von Ergon, allerdings komme ich mit denen nicht zurecht. Da ich zu gern ohne Handschuhe fahre, fangen die Auflageflächen irgendwann an zu kleben. Dann wird es für mich sehr unangenehm.

Den Lenker zieren nun Ledergriffe von Schindelhauer. Auf der Sattelstange thront der Brooks C17 Cambium - der erste Brooks Sattel aus Naturkautschuk. Ich kann dazu nur eins sagen: Die Jungs verstehen ihr Handwerk.

 


Brooks Sättel

Für den Allerwertesten nur das Beste

Der gefederte Kernledersattel "Brooks Flyer"

Es hat tatsächlich eine Weile gedauert, bis ich den richtigen Sattel, bzw. die richtigen Sättel für mich und meine Räder gefunden habe. So habe ich mich wohl nahezu durchs gesamte Sattel-Sortiment getestet: Von günstigen Teilen mit Geleinlagen bis hin zu hoch ergonomischen Modellen mit Elastomeren.

Bei allen bis dato getesteten Modellen gab es ein Phänomen: Nach ca. 40 gefahrenen Kilometern war das Sitzen mehr schlecht als recht. Wie gut, dass die Zeitschrift Trekkingbike auf die Idee kam, diverse Sättel zu testen. Unter den getesteten Modellen war auch der Brooks Flyer. Ich habe bereits mehrfach gehört, dass Kernledersättel dem Gesäß recht gut tun sollen. Zu diesem Ergebnis kam auch besagter Test. Also habe ich zähneknirschend ein solches Modell erstanden. Zwei Dinge merke ich an dieser Stelle an:

  • Nach mehreren Touren kann ich beruhigt sagen, dass es definitiv nichts besseres als einen Kernledersattel gibt. Getoppt wird der Kernledersattel nur noch von einem Kernledersattel mit Federgestell. Solch ein Sattel steigert den Fahrkomfort ungemein.
  • Aber! Das sogenannte Einfahren - oder sollte ich besser sagen: Einreiten? - eines solchen Sattels ist mit ein paar Schmerzen verbunden. Bis der Sattel sitzt, kneift es doch ein wenig. Also nicht verzweifeln! Die ersten ca. 200 Kilometer sind nicht der größte Spaß!

Noch eine Information am Rande: Der Sattel hat ein Gewicht von knapp 800g.



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