Tiny Winter und Home Office

Die ersten Sonnenstunden des Jahres 2021 sind da und ich genieße sie (sogar ab und an schon auf der Terrasse). Ich möchte aber kurz noch mal ein paar Tage zurückblicken, denn es gab Anfang des Jahres was durchaus Ungewöhnliches: Winter. Ja nee, nicht die Jahreszeit an sich, sondern so einen richtigen mit niedrigen Temperaturen und Schnee. Doch dazu gleich mehr.

Das zweite Thema, was ich in dem Zuge mit betrachten möchte ist das Thema Home Office im Tiny House. In der Hinsicht habe ich im vergangenen Jahr einiges an Erfahrung sammeln dürfen und möchte diese hier gern teilen.

Los geht‘s.

 

Winter – das wird doch kalt in einem Haus mit so dünnen Wänden

Jepp, vollkommen richtig. Es wird richtig kalt in solch einem Haus. Vor allem, wenn man nicht heizt. Es ist ebenso richtig, dass die dünnen Wände wenig Energie speichern und aufgrund der dünneren Dämmung – bei mir sind es sechs cm in der Wand – die große Kälte auch nicht vollständig abhalten, geschweige denn die Wärme zu 100% im Haus behält. Das ist physikalisch schlichtweg nicht möglich. Würde es für die Tiny Houses on Wheels mit Straßenzulassung die Begrenzung auf 2,55m Breite nicht geben, dann hätten wohl alle Häuser deutlich dickere Wände. So muss immer zwischen maximalem Platz, maximaler Dämmung abgewogen und ein gesundes Mittelmaß gefunden werden. Für mich habe ich das für den Moment mal gefunden, denn ich bin mit dem Haus so wie es ist, zufrieden.


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Tiny House - Strom und Smart Home

Deutschland im März 2020: Corona hat das Land fest im Griff und die Stimmung ist für mich komisch und zugleich nicht greifbar. Wenn mich jemand fragt, umschreibe ich diese Stimmung gern mit den Worten: "fühlt sich an wie Sommerferien und Feiertag in einem". Die Menschen gehen sich aus dem Weg - sagen die einen. Die Menschen achten wieder aufeinander - sage ich. Und ich sehe auch, dass ich in der glücklichen Lage bin, dass sich für mich nicht viel geändert hat. Ich darf weiterhin meiner geregelten Arbeit nachgehen. Die Wege hin und zurück werden meist mit dem Fahrrad absolviert. Die Versorgung mit Lebensmitteln funktioniert weiterhin und so bin ich dankbar dafür, dass viele Menschen alles dafür geben, dass auch in diesen Tag alles bestmöglich funktioniert, was wir zum Leben brauchen! Danke!

Dadurch, dass momentan viele Termine ausfallen, die sonst das Privatleben bestimmt haben, bietet sich mir die Möglichkeit, Dinge anzugehen, die ich bisher ein wenig vor mir hergeschoben habe. Die Tage scheint die Sonne recht lang und füttert meine Photovoltaik-Platten auf dem Dach meines Tiny Houses ordentlich mit Strahlen, aus denen nutzbare Energie wird. Und über diese Energie und die damit verbundenen Systeme möchte ich heute etwas schreiben. Ich nehme euch also mit in die Installation meines Hauses. Warum ich das mache? Nun, weil ich etwas Geld und etwas Zeit in die Systeme gesteckt habe und nun eine Art Tiny Smarthome habe, mit dem sich einige Dinge in Sachen Energie von alleine regeln.

Fangen wir vorn an: Auf dem Dach des Hauses sind vier Photovoltaik Platten zu je 100 Watt installiert. Der Rechenkünstler hat schon herausgefunden, dass die Platten in Summe maximal 400 Watt leisten können. Der Strom wird von einem MPPT-Solar-Laderegler (Toyo) abgenommen und in die 230Ah Batterie gespeist. Soweit so gut.
Im Haus gibt es zwei Stromkreisläufe: einmal 12 Volt und einmal 230 Volt.

  • Mit dem 12 Volt Kreislauf werden die Standheizung, die Entlüftung der Trockentrenntoilette sowie die Wasserpumpe betrieben.
  • Mit dem 230 Volt Kreislauf wird der Rest im Haus betrieben: Licht, Komfort-Elektronik wie Fernseher, Lautsprecher und die Waschmaschine.

Damit der Strom in der Batterie für den 230 Volt Kreislauf nicht ungenutzt bleibt, habe ich einen Wechselrichter verbaut. Nachdem ich einige Erfahrungen im Haus gesammelt habe, habe ich mich nun für einen Wechselrichter von Victron entschieden, speziell das Modell Phoenix 12/500. Dieser liefert im Mittel 400 Watt an Leistung. 400 Watt? Ja, das reicht - selbst für die Waschmaschine.
In unsere Breiten ist die Versorgung mit Sonnenenergie nur zwischen März und Oktober mit noch vertretbarem Aufwand zu realisieren. So ist das Haus zusätzlich an eine Landstromversorgung vom Campingplatz angeschlossen. Jetzt wird es im wahrsten Sinne des Wortes "spannend". Zur Verdeutlichung der gesamten Installation zunächst eine Grafik:

Grafik von Christiane (http://www.pimp-my-content.de)


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Über ein Jahr Tiny House - was hat sich getan?

Ich bezeichne mein Tiny House mittlerweile als Lebensraum und nicht mehr als Wohnung, alias Aufbewahrungsstätte für Menschen und Dinge. Das liegt daran, dass die Tür aus dem Haus direkt auf die Holzterrasse führt. Hier findet mein Leben zu großen Teilen statt, denn die Terrasse ist Sitzmöglichkeit, Beobachtungspunkt für Flora und Fauna sowie Grillstation in einem.

Und damit kommen wir schon zu einer der Neuerungen im Jahr 2019. Trotzdem ich ein fahrbares Haus habe, bin ich mit dem Umzug im März (siehe dazu "Messe New Housing - Tiny House Festival 2019 in Karlsruhe") so etwas wie heimisch geworden. Nach der Messe New Housing im Mai habe ich die Parzelle auf dem Campingplatz zu meinem ganz persönlichen Lebensraum umgestaltet. Kern dieser Umgestaltung ist die Terrasse, die ich aus Paletten gebaut habe. Warum Paletten? Zwei Gründe sprechen dafür. Zum einen habe ich mir zum Ziel gesetzt, alles, was ich besitze, mit PKW, Anhänger oder einem Transporter bewegen zu können. Damit schied eine fest gebaute Terrasse aus Stein oder ähnlichem aus. Zum anderen treibt mich der Nachhaltigkeitsgedanke um. Ein Kollege hatte mir erzählt, dass er vier Europaletten im Garten liegen hat, die er nicht mehr benötigt. Also befreite ich ihn von dieser "Last". Weitere vier Paletten erwarb ich auf einer großen Plattform für Kleinanzeigen. Für kleines Geld tauschte der Besitzer die Paletten gegen mehr Platz ein. Im Baumarkt kaufte ich dann Holzfliesen in der Größe 40x40 cm. Die Paletten haben ein genormtes Maß von 80x120 cm - der Rechenkünstler wird herausfinden, dass sechs Holzfliesen exakt auf eine Palette passen. Somit ist jede der Paletten für sich transportierbar, ohne dass ich sie von den Holzfliesen befreien muss. Das ist also meine Lösung :-) Eine der Paletten ziert nun den Eingangsbereich meines Hauses, sechs weitere dienen als Terrasse und die übrige Palette wurde zum Blumenbeet für Bienenfutter umfunktioniert.


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Messe New Housing - Tiny House Festival 2019 in Karlsruhe

Mai 2019 war nicht nur Urlaubszeit für mich, sondern auch einer der intensivsten Monate, an die ich mich erinnern kann. Kaum war ich aus dem Urlaub zurück, stand der SWR vor der Tür, um mit dem Vorstand des Vereins Tiny Houses für Karlsruhe und mir einen Beitrag für die Landesschau Baden Württemberg zu drehen. In der Woche darauf wurde der Beitrag, den wir im November 2018 für die Reportage "Leben in der Stadt - wer kann es sich noch leisten?" (ebenfalls für den SWR) gedreht haben, ausgestrahlt. Einen Tag später kam dann der Beitrag in der Landesschau. Noch einen Tag später: die Messe New Housing startete in Karlsruhe.


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