Tiny House - Teil 3: Es wird eingerichtet

Am Morgen des 23.05.2018 ist es soweit: mein Tiny House hat den Hof des Herstellers am Vortag verlassen und soll auf den Campingplatz in Schönau (Pfalz) geliefert werden. Kurz nach 07:00 Uhr morgens rollt das Haus an und ich bin innerhalb von Minuten Hausbesitzer. Gut, vielleicht nicht der klassische Hausbesitzer, verarbeiten muss ich es aber dennoch irgendwie.

Campingplatzbetreiber Torsten organisiert schnell seinen Traktor, sodass das Haus an Ort und Stelle gezogen werden kann. Keine halbe Stunde später ist alles erledigt, alle sind wieder weg, ich bin alleine und kann mich voll und ganz der Einrichtung widmen. Im Vorfeld habe ich einiges organisiert, sodass ich direkt damit beginnen kann, einige der Möbel aufzubauen. Meine Vision ist dabei ganz klar: ich möchte auf dem zur Verfügung stehenden Platz ausschließlich Dinge unterbringen, an denen ich Freude habe, die hochwertig sind und die mir das Leben im Haus erleichtern. Überflüssiger Ballast hat dort nichts verloren. Trotz aller praktischen Faktoren sollen die Möbel auch Stil haben. Er wird nun sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen - muss er ja auch nicht, wo kämen wir denn auch sonst hin? - für mich ist es aktuell das, womit ich mich wohlfühle.

So, nun beginnt für mich eine kleine Gratwanderung: entweder, ich lasse die Bilder sprechen, oder aber ich schreibe noch was dazu und ihr müsst mit ein wenig Schleichwerbung leben :-) Wobei ich an der Stelle ausdrücklich erwähne, dass ich die Produkte besitze, weil ich sie bezahlt und gern habe. Ich möchte Euch einfach daran teilhaben lassen, was ich da organisiert habe. Keiner der Hersteller hat von mir (bisher) Notiz genommen und noch weniger gesponsort.

Also beginne ich am Vormittag, meinen zusammengedampften offenen Kleiderschrank von Ikea aufzubauen, genauso wie die kleinen metallenen Schränkchen, die an der Wand hängen und auf der linken Seite des Häuschens stehen. Diese Blech-Schränkchen sorgen für jede Menge nützlichen Stauraum und unterstützen das lockere Raumgefühl. Die beiden größeren quietschbunten Schränke sind ein schöner Hingucker.

Nachdem dann auch die String-Regale stehen und hängen, fahre ich am Nachmittag zu Antikart Karlsruhe, um mein Sofa abzuholen. Dieses habe ich dort schon vor Monaten entdeckt und "zurücklegen lassen", weil es meiner Meinung nach richtig gut zum Charakter des Tiny House passt. Es handelt sich um ein Knoll Antimott mit zwei drehbaren Sitzelementen. Sobald diese gedreht werden, können die Rückenlehnen flach gelegt werden und dadurch entsteht eine recht große Liegefläche.

Am Abend des 23.05. bin ich von der Einrichtung her soweit, dass ich beinahe in dem Haus leben kann: Das Bett ist funktionsfähig, die Küche in Teilen eingerichtet und die ersten Sachen sind verstaut. Nun kommen nach und nach einige Teile hinzu: Für das String-Regal habe ich auf einer Plattform für den Handel mit Gebrauchtgegenständen einen Schrank erworben, der das Regal nach oben hin schön erweitert. Die Wasseraufbereitungsanlage von Famous Water ist auch schon da, nur noch nicht eingebaut. In Kürze kommt noch der Wandklapptisch von Cancio, auf den ich schon sehr gespannt bin.

Wie waren nun die ersten Nächte im Haus? Für mich ein wenig wie ein Abenteuer. Ich schlafe wunderbar im neuen Heim und bin nach wie vor schwer begeistert, dass ich auf dieser kleinen Fläche alles habe, was ich zum Leben brauche. Das Raumgefühl ist aufgrund der fehlenden Schlafempore extrem luftig. Alle technischen Einrichtungen funktionieren - nur das Bad habe ich noch gar nicht so richtig getestet, da ich aktuell noch die Dusche und das WC des Campingplatzes verwende. Das dürfte sich aber in Kürze ändern.


3 Kommentare

Linear

Reimzak  
Hammer, genial.
Auf den Bildern wirkt alles so geräumig.
Überhaupt nicht mini. Ist schon toll.
Reimzak  
Wie wäscht du denn deine Wäsche? Eine Waschmaschine sehe ich nicht. Benutzt du einen Waschsalon?
    Stefan  
    Eine Waschmaschine habe ich tatsächlich (noch) nicht. Wäsche wird im Moment bei meiner Partnerin gewaschen - oder aber ich gönne mir den Luxus und bemühe eine Reinigung.
    Vielleicht schaffe ich mir in Zukunft auch so eine kleine Camping Waschmaschine an. :-)

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