Tiny House - Teil 2: Vor Ort beim Hersteller

Bevor ich Ende April eine kurze Radtour auf dem Berliner Mauerweg antrete, statte ich meinem "Häuschen" einen Besuch ab und schaue mir den Baufortschritt live und Farbe an.

Der Hersteller des Hauses (http://www.tinyhaus-deutschland.de) versorgt mich zwar regelmäßig mit Bildern, die Realität ist dann aber doch viel spannender. Und so ist Herr Beutel einem Besuch überhaupt nicht abgeneigt, zumal noch viele Details vor Ort besprochen werden können.

In etwa zwei bis drei Wochen wird das Haus auf Rädern fertig sein. Aktuell ist es vollständig gedämmt, außen wie innen verkleidet, die Kabel für die elektrische Installation sind verlegt und die Sanitärinstallation ist in vollem Gange. Entgegen der bisherigen Planungen wird das Bad ein paar Zentimeter schmaler, dafür überrascht mich das Maß der Duschwanne mit 80x100cm sehr. So großzügig dusche ich in meiner jetzigen Wohnung nicht. Die Tanks für Frisch- und Abwasser sind mit je 130 Litern ausreichend dimensioniert. Nachdem ich die Maße für die Wasseraufbereitungsanlage von Famous Water gesehen habe, ist ein Platz an der Wand schnell ausfindig gemacht. Die Anlage water-jack fresh assembly 4h hat Einbaumaße von 264x176x330mm und ist damit sensationell klein, sodass sie nahezu in jeder Ecke Platz findet.

Für die Elektroinstallation liegen nun auch die Details vor, die mich sehr erfreuen und mir in Sachen Autarkie sehr entgegen kommen:

  • Es werden drei Solar-Panels auf dem Dach verbaut (ich meine es sind 100 Watt Panels),
  • eine AGM-Batterie mit 230 Ah Speicherkapazität und
  • eine Umschaltvorrichtung, sodass ich zwischen meiner sauber produzierten Sonnenenergie und einer stationären Versorgung umschalten kann.

Gekocht und gebacken wird mit Gas - der Backofen wird mir im Küchenelement sogar in Stehhöhe eingebaut. Sag noch mal einer, dass ich auf dieser kleinen Fläche auf Komfort verzichten muss :-). Die Warmwasseraufbereitung funktioniert ebenfalls mit Gas.

Bevor ich mich zum Erwerb des Hauses auf Rädern entschieden habe, habe ich mir vor Ort den Prototypen des Hauses Malmö angesehen. Der Prototyp hat die klassische maximale Höhe von 3,95m und im Innenraum eine Schlafempore.

Da mein Haus Campingplatz-konform errichtet wird, verzichte ich auf die Schlafempore und die Schlafgelegenheit wandert von der Decke in den Boden. Auch wenn es bedeutet, dass ich die Fläche vor dem Bett jeden Abend frei räumen muss, damit das Bett ausgezogen werden kann, so hat die Verlagerung des Bettes nach unten für mich einen enormen Vorteil. Küche und Bad sind auf einer Erhöhung gebaut, sodass es in diesem Haus zwei Ebenen gibt. Die fehlende Schlafempore erweist sich für mich als Wohltat, denn das Raumgefühl im Haus ist sehr großzügig. Dazu trägt auch die Dachgaube im vorderen Bereich des Hauses bei.

Momentan werden die letzten Installationsarbeiten durchgeführt und dann wird das Haus außen mit einer Öl-Lasur im Farbton Teak und innen mit der Farbe Weiß versehen. Innen allerdings so, dass die Maserung vom Holz noch sichtbar ist. Dann kommt noch der Küchenblock sowie der Kleiderschrank und dann? Ist es fast fertig...


2 Kommentare

Linear

Reimund  
seid dem letzten Haus Bericht ist nun schon wieder ein Monat ins Land gezogen. Wohnst du schon drin?
    Stefan  
    Hallo Reimund,

    das Haus ist am Mittwoch bei mir angekommen und steht nun auf einem Campingplatz. Ich habe schon zwei Nächte darin verbracht. Auf Twitter und Instagram kannst Du die ersten Bilder von innen sehen.
    Sobald alles fertig ist (schätzungsweise Mitte / Ende Juni) werde ich einen weiteren Bericht schreiben und vielleicht auch ein kleines Video machen.

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