Cuxhaven - Hamburg

Von Cuxhaven nach Finkenwerder (Hamburg)

Tag 1, 03.06.2017 - Cuxhaven nach Otterndorf

Früh morgens starte ich aus Karlsruhe mit dem Auto gen Norden. Wie gern wäre ich diese Strecke mit der Bahn gefahren, doch da ich nicht früh genug damit geplant habe, sind die Preise des Schienenfahrzeugs astronomisch. Also ab auf die Autobahn nach Finkenwerder. Dort treffe ich mich mit Freunden. Bis 120km vor Hambug läuft es auch richtig gut, dann darf ich mir ca. eineinhalb Stunden die Autobahn sehr intensiv anschauen. Was für ein Stau. Aber gut, es ist Pfingsten.

Gegen 12 bin ich dann auch da, treffe mich wie abgesprochen - nur eben etwas später. Dann geht es mit den Freunden nach Buxtehude und von dort mit dem Zug nach Cuxhaven. Cuxhaven ist der Ausgangspunkt unserer Tour zurück nach Finkenwerder. Den Abschnitt bin ich im Jahr zuvor auf meiner Deutschlandtour schon gefahren, jedoch aus der anderen Richtung und schon gar nicht in solch gemütlicher Runde.

In Cuxhaven angekommen, reißt der Himmel auf - wenn Engel reisen. Ein Fischerfest in der Stadt - an dem wir vorbei fahren. Wir wollen uns erst mal ein wenig eincruisen und fahren ein Stück gen Küste, um die Luft der See zu schnuppern. Kurz darauf kehren wir um, düsen wieder durch die von Touristen gesäumte Stadt und fahren Richtung Otterndorf. Die Etappe ist mit 20 km eher kurz ausgefallen und es macht überhaupt nichts, denn die Fahrt mit dem PKW nach Hamburg steckt mir noch in den Knochen. So freue ich mich auf ein nettes Essen und schöne Gesellschaft in Otterndorf.


Tag 2, 04.06.2017 - von Otterndorf nach Stade

Auch wenn ich schon früh (einmal) wach war, starten wir heute ganz gemütlich in den Tag. Warum bin ich doch gleich so früh aufgewacht? Ach ja, richtig. Der Regen, der auf das Dachfenster prasselte. Voller "Vorfreude" auf die Regenklamotten gehe ich mich duschen und dann frühstücken. Wir frühstücken ausgiebig. Noch ausgiebiger und siehe da, die fallenden Tropfen werden weniger. Na wenn das mal kein gutes Omen ist. Die Hühner werden gesattelt und es geht ab nach Stade.

Nicht nur das Wetter ist erstklassig gewählt, denn es ist weder zu warm noch zu kalt zum Radeln. Auch die Richtung ist ganz hervorragend, denn uns begleitet heute ein freundlicher Rückenwind, der die 80 km nach Stade anhalten soll und uns ein klein wenig mehr motiviert. Gegen Mittag reißt sogar der Himmel auf und es wird sonnig. Der Radweg verläuft ab und an wieder über die Deiche, auf denen Ziegen und Schafe weiden. Ich mag das total.

Allerdings verwirrt mich auf dem Weg ein Aussichtspunkt mit dem vielversprechenden Namen "Naturblick". Also anhalten und rauf klettern. Was meine Augen dann zu sehen bekommen, kann beinahe gar nicht in Worte fassen. Ich versuche es trotzdem: ich klettere also die Stufen hinauf. Dann erreiche ich das oberste Stockwerk des Aussichtspunkts, Blick stur geradeaus und was bekomme ich zu sehen? Die Kuppel eines Atomkraftwerks. Ja, drum herum ist jede Menge Natur, keine Frage. Sogar sowas wie die Elbe ist da. Aber dieses imposante wie beängstigende Bauwerk dominiert die Aussicht. Schade.

Was reimt sich auf Schade? Stade! Und da geht es jetzt hin. Einige Irrungen auf dem Weg in die alte Hansestadt senken ab und an die Laune, halten uns aber nicht auf. Die Beschilderung ist größtenteils total toll, allerdings sind die Schilder manchmal auch etwas verwirrend: so wie auf dem einen Deich, an dem der Radweg unterhalb des Deiches verläuft. Wenn gefühlte 20 Radfahrer auf einmal sich aber den steilen Deich hoch quälen, nur um zu erkennen, dass sie wieder umdrehen müssen, dann herrscht nicht nur Gruppenzwang, nein da läuft auch was schief.

Kaum ist der Ärger verflogen, erreichen wir auch bald die alte Hansestadt und ich muss sagen, dass sie mich sehr überrascht hat. Irgendwann als Kind war ich wohl mal in der Stadt, aber ich habe sie nicht so gemütlich in Erinnerung. Hier gibt es noch einen sehr schönen Stadtkern mit vielen Backsteinhäusern. Nach dem Essen drehen wir noch eine Runde zu Fuß und genießen auf so etwas wie dem Marktplatz einen letzten Wein, bevor es zurück in die Unterkunft geht.


Tag 3, 05.06.2017 - von Stade nach Finkenwerder

Heute steht die Fahrt von Stade nach Finkenwerder an. Der Weg raus aus der Stadt ist leicht zu finden - einfach Richtung AKW. Sowas hatten wir doch schon mal. Egal, es geht ab durchs alte Land und darauf freue ich mich schon. Obstbäume, wohin man schaut. Dazu die Elbe in der Nähe. Was kann es schöneres geben? Dazu noch strahlendes Wetter.

Es geht vorbei an diversen Obsthöfen direkt in Richtung Hamburg. Ich bedauere ein wenig, dass ich mein Rad gleich wieder im Auto verstaue und mich dann in dem metallenen Käfig gen Süden bewege. Apropos verstauen. Mein Reiserad, das Tern Verge S27h wurde um Weihnachten herum mit neuen Griffen aufgewertet. Die Holzgriffe von Velospring sind gefedert und eine wahre Wohltat für die Gelenke. Haptisch und optisch sind sie einfach nur wundervoll.

Zusammen mit dem gefederten Brooks-Sattel habe ich nun allen erdenklichen Dämpfungskomfort den ich benötige. Mit anderen Worten: Das Rad hat mit den neuen Griffen die Feuertaufe bestanden.


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