Mache ich es mir zu leicht, wenn ich weiß, dass ich alles selbst in der Hand habe?

Seit Jahren fahre ich Falträder. Kaum hatte ich eines, habe ich nicht nur viele derer gesehen sondern kam auch mehr und mehr mit Menschen ins Gespräch, die Falträder schätzen oder sich dafür interessieren. Kaum hatte ich ein Dachzelt, fielen mir diese wuchtigen Gestalten auf den Autodächern mehr und mehr auf und auch bei diesem Thema werde ich regelmäßig in Gespräche verwickelt. Seit einigen Monaten befasse ich mich damit, wie ich ein glückliches Leben führen kann. Kaum beschäftige ich mich mit diesem Thema, treffe ich regelmäßig auf Menschen, die auf den gleichen Pfaden wandeln. Woran liegt das? Ist der Blick geschärft? Waren all diese Menschen bereits vorher da und ich habe es nur nicht gemerkt? Ich weiß es nicht, es ist aber wahnsinnig spannend.

Vor Kurzem war ich zu einem Brunch eingeladen. An diesem Brunch haben Menschen teilgenommen, die ähnlich denken oder die ähnliches bewegt - zumindest zeigten das die Gespräche bei Tisch. Sie waren geprägt von den Themen Achtsamkeit, Kommunikation ohne Schuldzuweisung gepaart mit ziemlich viel Witz und Humor. Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Menschen vor Ort einfach nur in sich ruhte. So kam ich auch runter und wurde ruhig. Ich lebte im Hier und im Jetzt. Es war einfach nur ein schöner Nachmittag inmitten von Menschen, die ihr Leben leben. So festigte sich eine Erkenntnis, die ich im Laufe der letzten Monate gewonnen habe: ich habe mein Glück selbst in der Hand. Und zwar nur ich.

Daran schließen direkt ein paar Fragen an: wenn es doch so "einfach" ist, glücklich zu sein, warum wirken dann so viele Menschen unglücklich? Begegne ich einigen von diesen scheinbar unglücklichen Menschen mit meiner Erkenntnis, heißt es durchaus: "Du machst es Dir zu leicht" oder "Ganz so leicht ist es dann doch nicht." Doch ist es. Und natürlich mache ich es mir leicht. Warum sollte ich mir meinen eigenen Weg auch schwer gestalten? Der Mensch ist doch von Natur aus eher, naja, faul? Wie dem auch sei, ich erkenne für mich keinen Sinn darin, es mir schwerer als nötig zu machen. Und so lebe ich nach dem Prinzip, dass ich mein Glück selbst in der Hand habe. Ich nehme die Dinge wie sie sind: meist nicht so tragisch. Das Leben ist schön. Weil ich es dazu mache!

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