Was mich auf Touren begleitet

Auf so einem Faltrad muss man ja richtig strampeln, um vorwärts zu kommen… Die kleinen Räder sind total unkomfortabel. Und generell: Man kann ja auch kaum was mitnehmen. Echt jetzt? Ich gehöre zu der Kategorie Mensch, die es selbst auf dem Faltrad schaffen, für eine Radreise viel zu viel Zeugs einzupacken, um am Ende einer Reise festzustellen, dass mehr als die Hälfte der eingepackten Gegenstände nur genutzt wurden, um die Taschen zu füllen und das Fahrrad zu beschweren.

Bei meiner Radreise an den Bodensee habe ich es mit winzigen Ausnahmen geschafft, nur das mitzunehmen, was ich wirklich brauchte. Grund genug, darüber zu schreiben - was ich hiermit mache. Los geht’s.

Taschen

Auf der Radtour an den Bodensee kamen zwei Ortlieb Packtaschen zum Einsatz. Die großen blauen Taschen sind robust und wasserdicht und sind mit einem Handgriff am Gepäckträger befestigt – und diesem auch wieder entnommen. Durch den Rollverschluss sind die Taschen äußerst flexibel, was den Füllgrad angeht. Am Lenker kam noch eine kleine Tern-Tasche zum Einsatz, in der alles verstaut war, was schnell griffbereit sein musste. Dazu zählten Handy, Solar-Leuchte, Öl sowie Stecker und Kabel.

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Von Köln an den Bodensee

2016 war ich mit meinem Faltrad in Deutschland unterwegs. Meine Reise führte mich von Berlin über die Ostseeküste nach Hamburg und dann über das Emsland zurück gen Süden. Doch manchmal spielt der Wettergott nicht so recht mit und ich hatte mich damals entschlossen, die Reise aufgrund von Dauerregen abzubrechen. Gestrandet in Wuppertal – klingt wie ein schöner Buchtitel ?. Ich hatte schon lange im Kopf, an diese Reise anzuknüpfen. Und dann kam ein ganz besonderer Mensch ins Spiel: mein langjähriger bester Freund Matthias. Anfang des Jahres haben wir zusammen gesessen und eine Radreise im Norden Deutschlands, Dänemark und Schweden geplant. Doch es kam Corona und damit alles anders. Also wurden die Pläne überarbeitet. Und da schloss sich der Kreis zur Reise aus dem Jahr 2016: wir hatten spontan die Idee von Köln an den Bodensee zu fahren.

Es geht los!

Die Reise startete am 12. September. Ich war schon auf „Wetter“ eingestellt, doch der 12. September startete sonnig und so zog ich mit meinem Faltrad los an den Karlsruher Bahnhof. Von dort aus ging es per Bahn nach Köln. Am Kölner Hauptbahnhof angekommen, wartete auch schon Matthias auf mich. Matthias kenne ich, seitdem ich 16 bin. Matthias hat mein erstes Faltrad geerbt, mit dem meine Leidenschaft für die kleinen faltbaren Gefährten begann. Und so gab es am Kölner Hauptbahnhof ein Wiedersehen mit zwei extrem guten Bekannten.

Nachdem wir uns kurz die Beine vertreten hatten, schwangen wir uns in die Sättel und ritten gen Bonn. Unsere erste Übernachtungsmöglichkeit war ein Campingplatz in gut 50km Entfernung. Bei schönstem Wetter war die Rheinpromenade in Köln rappelvoll und wir kämpften uns quasi durch die Massen, bis uns die Schilder den Weg aus der Stadt heraus wiesen.

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Der etwas andere Urlaub mit dem Rad in MV

Huch, schon wieder Juli und der nächste Urlaub steht bevor. Ich schaue gerade etwas zurück und stelle fest, dass ich über den Urlaub im Mai noch gar nichts geschrieben habe. Das passt ins aktuelle Jahr, denn es ist wieder so einiges los. Der Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern war umrahmt vom Umzug mit meinem Tiny House von Rheinland-Pfalz nach Baden-Württemberg und der Ende Mai stattfindenden Messe „New Housing“, dem Tiny House Festival in Karlsruhe. Aber eines nach dem anderen.

Nach der aufregenden Zeit, die hinter mir lag, hatte ich mir vorgenommen, im Mai 2019 zwei Wochen Urlaub zu machen. Mein Plan war, mit Rad und Zelt eine Runde durch Mecklenburg-Vorpommern zu drehen. Die Rechnung hatte ich nur ohne das Wetter gemacht. Anfang Mai gab es nachts noch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das war mir dann nix und ich habe kurzfristig umdisponiert. Es gab also nicht den klassischen Fahrradurlaub. Und so gibt es hier auch keinen klassischen Reisebericht. Ich versuche Euch vielmehr zu den kleinen Erlebnissen mitzunehmen, die diesen Urlaub für mich so besonders gemacht haben. In Mecklenburg (ja, ohne Vorpommern, denn meine Eltern wohnen im westlichen Teil des Bundeslandes) angekommen, war schnell klar, dass ich einen Großteil der Zeit bei meinen Eltern verbringen würde. Daher hatte ich mir auf die Fahne geschrieben, die Umgebung meiner Heimat zu erkunden. Ich begann in meiner Heimatstadt Wismar, an deren Hafen ich mal wieder ein richtig gutes Fischbrötchen gegessen habe. Hallo Urlaub! Neben einigen Fahrradrunden im Umland mit lieben Bekannten verbrachte ich ein wenig Zeit in der Stadt. Dabei entdeckte ich einen kleinen mir bisher unbekannten Laden. Diana, Inhaberin eines Geschäfts für Wohnaccessoires mit dem wunderschönen Namen "Land & Leben" war total herzlich und offen. Als ich ihr sagte, dass der Topflappen, den ich gerade in der Hand hielt, für mein Tiny House sei, verfielen wir sofort in ein sehr schönes Gespräch. Dabei ging es um das Leben auf wenig Raum und um den Konsum, der viele Menschen in der Hand hat. Spannend fand ich, dass Diana in Sachen Nachhaltigkeit und Konsum einiges von ihren Kindern lernt, die häufig Second Hand Mode kaufen. Dadurch bekommen die Kleidungsstücke ein zweites Leben und die Kiddies coole Sachen, für die Sie sonst ein mittleres Vermögen aufbringen müssten.

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Radtour am Mauerweg

Der Mauerweg - Ende April 2018 habe ich mit einem befreundeten Ehepaar eine Radtour auf dem Berliner Mauerweg unternommen. Ginge es rein um die technischen Daten der Radtour auf dem Mauerweg, so könnte ich den Bericht an dieser Stelle beenden, denn alles wissenswerte über den Mauerweg kann ja im Internet nachgelesen werden.

Da ich aber durchaus Lust habe, noch etwas zu schreiben, gestalte ich diesen Bericht etwas anders, als ihr es vielleicht bisher von mir gewohnt seid. Ich werde die Reise und damit das für mich Wesentliche, nämlich meine damit verbundenen Emotionen und Sichtweisen, etwas mehr in den Vordergrund stellen.

Im Jahr 2013 habe ich bereits einen Teil vom Mauerweg mit dem Fahrrad erkundet. Anfang diesen Jahres entstand bei einem Telefonat die Idee, den Mauerweg zu komplettieren und die Teilstrecken zu fahren, die wir bisher noch nicht gesehen haben. Gesagt, getan, gebucht. Den Anreisetag nach Berlin habe ich mir noch mit einem Besuch bei der Fertigung meines Tiny House verplant und habe mich am Abend mit dem befreundeten Ehepaar in der Unterkunft getroffen, einem evengelischen Diakonieverein. Im Jahr 2013 wurden die Räumlichkeiten noch renoviert. In diesem Jahr waren sie fertig und ich muss gestehen, dass ich knapp fünf Jahre später einiges mit anderen Augen sehe. So hat mir die aufgeräumte und entspannte Einrichtung des Zimmers wahnsinnig gut gefallen. In meinem Zimmer habe ich relativ deutlich sehen können, was mich momentan sehr bewegt: wieviel brauche ich, um glücklich zu sein? Worauf kann und worauf sollte ich verzichten, um zur Ruhe zu kommen? Die Antwort habe ich abschließend noch nicht gefunden, denn meine Reise ist ja noch in vollem Gange.

 

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